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Filmische Praxiswerkstatt der Kinderfilmuni sensibilisiert für Rassismus und fördert kreativen Ausdruck

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand in der Woche vor den Osterferien eine besondere filmische Praxiswerkstatt am Rouanet-Gymnasium in Beeskow statt. In Kooperation mit Kinderfilmuni lud die Präsenzstelle Schüler*innen einer 10. Klasse ein, sich kritisch mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen und bot die Möglichkeit, kreativ in kleinen Gruppen eigene Filme zum Thema umzusetzen.

Im Rahmen des zweitägigen Workshops setzten sich die Schüler*innen zunächst theoretisch und kritisch mit unterschiedlichen Facetten von Rassismus auseinander, bevor sie eigene filmische Projekte entwickelten und umsetzten. Ziel war es, sowohl ein Bewusstsein für gesellschaftliche Problemlagen zu schaffen als auch kreative Kompetenzen im Umgang mit dem Medium Film zu stärken.

Der erste Workshoptag wurde von der Politikwissenschaftlerin Meis Alkhafaji gestaltet. Zu Beginn formulierten die Teilnehmenden ihre Erwartungen und Wünsche und entwickelten gemeinsam Regeln für die Zusammenarbeit. Anschließend wurden ausgewählte Filmbeispiele analysiert, darunter „Mooooment mal!", der Alltagsrassismus an Schulen thematisiert, sowie der Dokumentarfilm „Einzeltäter Hanau". Die Auseinandersetzung mit letzterem führte zu einer intensiven Diskussion über die Hintergründe und Folgen des Anschlag von Hanau. In Gruppenarbeiten recherchierten die Schüler*innen zu einzelnen Opfern des Anschlags, gestalteten Poster und präsentierten ihre Ergebnisse im Plenum.

Am zweiten Tag stand die kreative Praxis im Mittelpunkt. Unter der Leitung der Regisseurin Tatjana Moutchnik entwickelten die Schüler*innen eigene Filmideen, die sie zunächst im Klassenverband pitchten und diskutierten. In einem intensiven Arbeitsprozess setzten sie diese Ideen anschließend in Kleingruppen um. Innerhalb von nur drei Stunden entstanden mit Hilfe von Tablets eigenständig gedrehte und geschnittene Kurzfilme, die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Rassismus widerspiegelten.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Präsentation der entstandenen Filme im Klassenverband. Die Ergebnisse zeugten von einem hohen Maß an Kreativität, Reflexionsfähigkeit und Teamarbeit. Das Organisationsteam zeigte sich beeindruckt vom Engagement und der Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler*innen an die Thematik herangingen – ebenso wie von der Qualität der Filme, die in der kurzen Zeit realisiert wurden.

Die Praxiswerkstatt verdeutlicht eindrucksvoll, wie politische Bildung und kulturelle Medienarbeit miteinander verbunden werden können, um junge Menschen zu sensibilisieren und ihnen gleichzeitig Raum für eigene Ausdrucksformen zu geben.

Das Angebot ist in Kooperation mit der Kinderfilmuni der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entstanden. Mehr über die Kinderfilmuni erfahren Sie hier


 

Impressionen

"Anti-Rassismus" Praxiswerkstatt der Kinderfilmuni am Rouanet-Gymnasium Beeskow

Lisa Marrold-Schwember
Technische Hochschule Wildau