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Schule macht (wieder) Schule – So verlief der Zukunftsworkshop zur Quartiersentwicklung rundum die Aufbauschule in Fürstenwalde

Mitte Oktober 2022 ist auf Einladung der Hochschulpräsenzstelle Fürstenwalde in der alten Aufbauschule eine interdisziplinäre Gruppe von Expertinnen und Experten der Region zusammengekommen, um Visionen für das Objekt am westlichen Stadteingang von Fürstenwalde zu entwickeln.

Mit Lego-Figuren wurde das Zukunftsbild unter dem Titel "Schule macht Schule" visualisiert.

Lego-Visualisierung eines der beiden Zukunftsbilder (Foto: Alexander Rentsch)

Unübersehbar steht das alte Schulgebäude der Aufbauschule am Stadteingang West von Fürstenwalde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet, erfüllte es verschiedene Funktionen. Eine Zeitlang war das Gebäude eine Schule, dann Lazarett und Aufenthaltsort für Soldaten während des 2. Weltkrieges. Seit knapp 30 Jahren steht das Gebäude leer. Ende November 2021 hat die Stadt Fürstenwalde mit der IGP Advantag AG als Investor einen städtebaulichen Vertrag unterschrieben. Damit ist gesichert, hier entsteht etwas Neues.

Die Ergebnisse, vorgestellt Ende Juni 2022, einer städtebaulichen Machbarkeitsstudie für die Quartiersentwicklung Stadteingang West – Campus Aufbauschule sind die fachliche Grundlage für weitere Schritte. Dazu zählt vor allem die Beteiligung der Öffentlichkeit im Spätsommer, woraus sehr hilfreiche Impulse für den zweitägigen Workshop „Zukunftscampus Fürstenwalde“ hervorgegangen sind. Auf Initiative der Hochschulpräsenzstelle Fürstenwalde fand dieser am 13. und 14. Oktober 2022 mit Unterstützung des Innovation Hub 13 in Fürstenwalde statt. Der Einladung gefolgt sind 12 Akteure aus Bildung, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung, die sich mit den städtischen Entwicklungen auskennen, Anrainer des Grundstücks sind oder als Bauherren, die Rahmenbedingungen für den Standort kennen. 

Methodische Grundlage des Workshops war die sogenannte Szenarioanalyse, die das Team des Innovation Hub 13 auch schön in einem umfangreicheren Prozess für die BER-Umfeldregion durchgeführt hat. Einen solchen eigentlich sehr komplexen Analyseprozess in nur zwei Workshop-Tagen durchzuführen, war auch für den Workshopleiter Dr. Frank Hartmann etwas Neues. „Ich freue mich, dass das so gut geklappt hat. Das ist auch dem hohen Engagement der Teilnehmer zu verdanken“, resümiert der Experte für Regional- und Innovationsforschung von der Technischen Hochschule Wildau. Bei der Szenarioanalyse werden Einflussfaktoren, die für die Entwicklung des Areals und der umliegenden Region sowie der Stadt Fürstenwalde maßgeblich sind, gesammelt und mit einander in Verbindung gebracht. Ziel dieses Vorgehens ist die Identifikation von konkreten Schlüsselfaktoren, für diese dann auf kreative Weise mögliche Zukunftsbilder entwickelt werden.

Während des Workshops wurde eines im Besonderen deutlich: Auf dem 130 ha Grundstück soll wieder ein Ort der Begegnung entstehen. Aus dem inoffiziellen Arbeitstitel „Schule bleibt Schule“ wurde im Laufe des Workshops „Schule macht Schule“. Klar formuliert wurde dabei, dass sowohl Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürstenwalde wie auch Menschen aus dem In- und Ausland hier langfristig einen Ort zum Wohnen finden sollten bzw. die Möglichkeit für interkulturellen Austausch gegeben ist. Die Vision: das Gebäude der Aufbauschule als ein Zentrum für Bildung, in dem Bildung in all ihren Facetten erlebbar wird, z. B. mit Veranstaltungen und Seminarräumen für regelmäßige Angebote und Treffen.

Zwei Zukunftsbilder sind aus dem Workshop hervorgegangen:

Die ausführliche Foto-Dokumentation finden Sie hier:

Dokumentation Workshop 13.-14.10.22

Download

Die Ergebnisse des Workshops sind für das weitere Planungsvorgehen nicht bindend, bieten den handelnden Akteuren aber Inspiration und neue Impulse für ihr weiteres Handeln. Zudem bot der Workshop den Teilnehmenden eine Vernetzung über unterschiedliche Bereiche hinweg. Viele haben sich in dieser Runde zum ersten Mal, aber mit Sicherheit nicht zu letzten Mal getroffen.


 

Teilnehmerstimmen

"Wie ein perfekt vorbereiteter Workshop effizient, ertragreich, kreativ und mit einem großen Spaßfaktor erfolgreich sein kann, war ein tolles gemeinsames Erlebnis. Mehr über sein eigenes Projekt zu erfahren, die Reflexion der Teilnehmer wahrzunehmen war gewinnbringend. Selbstverständlich wurden vielfältige Kontakte geknüpft und zukünftige Aktivitäten vereinbart. Der Workshop hat bereits jetzt Synergien entfaltet, die weit über das ursprüngliche Ziel hinausgehen - herzlichen Dank!"

Wolfram Seyfert, FACH&WERK Projektentwicklung GmbH

 


 

Impressionen aus dem Workshop

Weitere Impressionen finden Sie in der Galerie

Ansprechperson Lisa Marrold-Schwember
Lisa Marrold-Schwember
Technische Hochschule Wildau